Schreiben

Interview: Erotische Texte schreiben

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Interview mit Greta L. Vox

Das Interview über das Schreiben erotischer Geschichten, das Andreas Hollender seinerzeit mit mir führte und auf seinem damaligen Portal „MreBook“ unter dem Titel „I had the time of my life“ veröffentlichte, ist zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell, finde ich.

Es bedarf allerdings einer kleinen Korrektur:
Die am Ende des Interviews erwähnten geplanten Kurzgeschichten sind längst veröffentlicht: Treppen der Lust, erschienen bei Cupido Books http://cupido-books.com/portfolio-item/treppen-der-lust/
Treppen final

Neue Geschichten sind in Arbeit.

In dem Interview äußere ich mich u.a. zu folgenden Fragen:

-wie schwierig es manchmal ist, die richtigen Worte zu finden
-wieso nicht alle Top-platzierten Erotikbücher gut sind
-weshalb man auch mal gegen den Trend schreiben sollte
-warum nicht nur Jüngere lustvoll agieren können

Lest selbst. Den Rest des Beitrags lesen »

Unter der Leselupe

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Ein interessante Seite für Autoren und Leser! Dazu auch noch kostenlos …

Erotische Geschichten

Im ebook-Salon

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„LEO“ im ebooksalon von Elsa Rieger

Seit gestern ist „Leo – Erotisches Tagebuch“ auch als Buchvorstellung auf der Seite http://ebooksalon.blogspot.co.at zu finden. Darüber freue ich mich ganz besonders, weil die Betreiberin des Blogs, Elsa Rieger, eine anerkannte und sehr gute Schriftstellerin ist. Danke!

Die erotischen Szenen konnten leider nicht als Leseprobe veröffentlicht werden, da der Blog keine Sperre für Minderjährige hat. Wer die heißen Szenen lesen möchte – hier geht’s

ZUM DOWNLOAD »

Und hier der Beitrag auf Elsa Riegers Seite:

http://ebooksalon.blogspot.co.at/2014/02/greta-vox-leo-erotisches-tagebuch.html

Meine ganz persönlichen Schreibtipps

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Schreibtipps von der Art „Wie entwickele ich eine Geschichte? Wie erschaffe ich glaubhafte Charaktere?“ will ich hier nicht geben. Das haben andere vor mir getan und sicher besser als ich es könnte. Dennoch möchte ich ein paar Gedanken zum Thema „Schreiben“ formulieren, die mir wichtig sind, auch wenn sie vielleicht banal sind. Sie lassen sich in 4 Punkten zusammenfassen:

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    1. Beobachten

    2. Lesen

    3. Sammeln

    4. Schreiben

1. Was beim Sachbuch die gründliche Recherche ist, kann beim Verfassen nicht-fiktionaler Texte die Beobachtung sein. Ich selbst beobachte und belausche gerne andere Menschen. Das kann überall geschehen. Die besten Szenen und Dialoge schreibt das Leben. Beispiel U-Bahn: Wer einmal bewusst zuhört, was dort gesagt wird, wer die Dramen, die sich hier mitunter abspielen, beobachtet, hat schon Stoff für mindestens eine Kurzgeschichte.

2. Das ist leicht gesagt, denn auch wenn man eine Idee im Kopf hat, ist sie noch lange nicht aufgeschrieben und interessant erzählt. Eine große Hilfe ist das Lesen, wie das Lesen überhaupt eine wichtige Voraussetzung für alles Mögliche ist. Es mag die Zeitung sein, besser aber Literatur von guten Autoren. Literatur kann Unterhaltung, Denkanstoß und Trost sein. In jedem Fall regt sie unsere Fantasie an. Nur beim Lesen lernt man, wie gute Sprache funktioniert, und selbst schlecht Geschriebenes lehrt uns etwas, nämlich wie es nicht sein sollte.

3. Wenn mir in einem Buch eine Formulierung gefällt, kennzeichne ich sie durch Unterstreichen oder mit einem Vermerk am Rand (natürlich mit Bleistift), in eBooks markiere ich sie farbig. Ich führe auch immer eine kleine Kladde mit mir herum, in der ich Ideen notiere, Wörter und gelungene Wendungen sammele. Ich bin manchmal ein wenig wie Hildegard, die Heldin aus Ulla Hahns Roman „Das verborgene Wort“ (ein sehr empfehlenswertes Buch übrigens), die ein Schreibheft anlegt, in dem sie „Schöne Wörter, schöne Sätze“ sammelt.

4. Ist die Zeit gekommen, Ideen zu einer Geschichte zusammenzufügen, schreibe ich erst einmal munter drauf los. Wäre mein Arbeitsplatz aufgeräumter, würde ich wahrscheinlich auch im Kopf so geordnet sein, dass ich sofort ins Reine schreiben könnte. Aber vielleicht muss es so sein. So lese ich das Geschriebene immer wieder, verändere, überarbeite. An den Formulierungen herum zu feilen ist ein langwieriger Prozess. Lohnt aber. Um stilistische Wiederholungen zu vermeiden, finde ich ein Synonymen-Lexikon hilfreich. Auch die Textverarbeitungsprogramme bieten einen Thesaurus mit Wort-Alternativen an. Es gibt Tage, an denen man sehr unzufrieden mit dem Produzierten ist. Dann erst mal alles liegen lassen. Mir hilft es, joggen zu gehen, um den Kopf frei zu bekommen. Wenn ich zurückkomme, hat sich so manches – nicht nur stilistische – Problem gelöst. Jedem wird etwas anderes helfen.

Zum Schluss noch etwas zum Thema Dialoge: Authentisch klingende Dialoge zu verfassen, scheint mir unendlich schwierig. Es ist eine Kunst, das richtige Maß zu treffen zwischen der wörtlichen und damit oft banalen Wiedergabe des gesprochenen Wortes und dem literarisch Anspruchsvollen, bei dem die Gefahr des Gestelzten, Künstlichen lauert. Wenn ich ein Buch lese, sage ich mir manchmal: So spricht doch kein Mensch! Vor allem bei Dialogen in Krimis und historischen Romanen geht mir das so.

Daniel Kehlmann löst in seinem Roman „Die Vermessung der Welt“ das Problem, indem er höchst geschickt die indirekte Rede verwendet. James Wood gibt in „Die Kunst des Erzählens“ einige Tipps zum Schreiben von Dialogen, so wie das Werk auch andere wertvolle Ratschläge über das Funktionieren von guter Literatur bereit hält.

Ich bin jetzt eine Indie-Autorin

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Wenn ich es mir recht überlege, habe ich eigentlich schon immer gerne geschrieben. Bereits in meiner Volksschulzeit – heute heißen die ersten vier Jahre Grundschulzeit – begann ich abseits der schulischen Pflichtübungen mit dem Schreiben. In krakliger Handschrift verfasste ich unter Produzierung vieler Tintenklekse kleine Geschichten, die ich vorzugsweise zu Weihnachten und anderen festlichen Gelegenheiten verschenkte. Während der Pubertät dann das obligatorische Tagebuch! Zum Glück ist dieses mitsamt seinen peinlichen Gedankenergüssen und Beichten nicht mehr vorhanden.

Da ich einen Teil meiner Schul- und Studienzeit in Großbritannien und den USA verbrachte, kam ich früh mit Creative writing in Kontakt. In Deutschland gab es im Fach Deutsch die Nacherzählung, die Erörterung und den Erlebnisaufsatz. Letzteren mochte ich am liebsten. Und seit ich lesen konnte, habe ich Bücher geradezu verschlungen, egal ob es sich um Sachbücher oder Erfundenes handelte.

Später schrieb ich selbst Sachbücher. Erstaunlicherweise fanden sich dafür schnell Verleger. Doch der Gedanke, einmal einen Roman oder zumindest eine Erzählung herauszubringen, hat mich nie losgelassen. Es ist den Umständen geschuldet, dass ich erst jetzt, mit bald 60 Jahren, eine Geschichte veröffentliche. Dass sie auf wunderbaren realen Erlebnissen basiert, hat mir das Schreiben versüßt, wenngleich ich manchmal um die richtigen Worte gerungen habe. Schließlich geht es ja fast immer nur um das eine!

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Ursprünglich waren meine Aufzeichnungen als persönliches Geschenk an Leo gedacht. Er hat mich ermutigt, unsere Erlebnisse auch mit anderen zu teilen. Dieser Schritt hat mich einige Überwindung gekostet. Einen Verlag für mein erotisches Tagebuch zu finden, habe ich mir schwierig vorgestellt, zumal, wenn man in dem Genre noch keinen Namen hat. Und was andere Autoren über abgewiesene Manuskripte berichteten, wirkte zusätzlich abschreckend. Gleichzeitig hatte mich der Ehrgeiz gepackt, das Buch unabhängig, als Selbstverlegerin, herauszubringen. Dazu bot sich das eBook an. Das Konvertieren in das entsprechende Dateiformat, ebenso wie die Gestaltung des Covers habe ich in fachkundige Hände gegeben.

Ein guter Freund riet mir, einen Blog einzurichten. Ich wusste zwar, was das war, hatte aber keine Ahnung, wie man einen solchen anlegt. Ohne diesen Freund, ohne seine Sachkenntnis und die vielen Stunden Arbeit, die er investiert hat, hätte ich es nie auf diese Plattform geschafft. Geduldig hat er alle meine Fragen beantwortet und war mir immer ein guter Ratgeber. Danke dafür!

So bin ich nun im reiferen Alter zur Indie-Autorin (von independent = unabhängig) und auch so etwas wie eine Bloggerin geworden. Ausgerechnet mit etwas Erotischem! Nun, ja, vielleicht sollte es so sein.