Reife Frauen

Interview: Erotische Texte schreiben

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Interview mit Greta L. Vox

Das Interview über das Schreiben erotischer Geschichten, das Andreas Hollender seinerzeit mit mir führte und auf seinem damaligen Portal „MreBook“ unter dem Titel „I had the time of my life“ veröffentlichte, ist zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell, finde ich.

Es bedarf allerdings einer kleinen Korrektur:
Die am Ende des Interviews erwähnten geplanten Kurzgeschichten sind längst veröffentlicht: Treppen der Lust, erschienen bei Cupido Books http://cupido-books.com/portfolio-item/treppen-der-lust/
Treppen final

Neue Geschichten sind in Arbeit.

In dem Interview äußere ich mich u.a. zu folgenden Fragen:

-wie schwierig es manchmal ist, die richtigen Worte zu finden
-wieso nicht alle Top-platzierten Erotikbücher gut sind
-weshalb man auch mal gegen den Trend schreiben sollte
-warum nicht nur Jüngere lustvoll agieren können

Lest selbst. Den Rest des Beitrags lesen »

Unter der Leselupe

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Erotische Geschichten

Bleibt schön schön, auch wenn es welkt?

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Ein Tatort aus Leipzig mit Frauen am Rande des Verfallsdatums

Gestern sah ich mir eine Tatort-Folge an, die aus unerklärlichen Gründen „Frühstück für immer“ betitelt war. Sieht man davon und den etwas hölzernen Dialogen einmal ab, war das Thema durchaus nachvollziehbar behandelt – zumindest für Frauen in einem gewissen Alter. Konkret ging es um einsame Single-Frauen über 40, die auf Ü40-Parties nach Sexualpartnern auf Jagd gehen, sich aber im Grunde ihres Herzens nach der großen Liebe sehnen. Die in der Disco anwesenden Männer nutzen die offensichtliche Torschlusspanik und die hysterische Verzweiflung dieser Frauen skrupellos aus, für schnellen Sex und nicht zuletzt für SM-Spielchen.

Besonders unangenehm fielen dabei zwei männliche Charaktere auf:

Ein widerlicher Flirtcoach schwadronierte davon, dass ihn nur das „Game“, der „Approach“ interessiere, nicht der „Close Fuck“. Aha!

Ein weiterer Fiesling war der graumelierte Schönheitschirurg, der nicht nur seine Ehefrau seit Jahren betrügt, sondern seinen Gespielinnen mit Peitschen und Seilen zu Leibe rückt. Er gerät natürlich prompt in Verdacht, bei einem aus dem Ruder gelaufenen Sexspielchen eine der Frauen stranguliert zu haben. Aber es war alles ganz anders …

Der Film hinterließ bei mir einen zwiespältigen Eindruck:

Gut, dass das Thema „reifere“ Frauen nun auch im Fernsehen zunehmend aus der Verschämtheits-Schublade geholt wird. Die Frauen in dem Film beklagen sich, dass sie ab einem gewissen Alter für Männer „unsichtbar“ werden. Das kann ich bestätigen. Aber ich sage diesen Ü40-Frauen: Es kommt noch schlimmer, wenn man erst mal die 50 überschritten hat. Hat übrigens schon mal jemand ein Plakat für eine Ü50-Party gesehen oder gar eine Ü60-Party? Vielleicht wäre das ja sogar eine Marktlücke.

Die Tochter des filmischen Mordopfers schien es auf den Punkt zu bringen: Wenn man über 50 ist, „dann ist man alt und welk, dann verfault man ganz langsam. … Dann modert man von innen heraus.“ So schlimm ist es nun auch wieder nicht, und ich sage euch jungen Hühnchen nicht ohne Schadenfreude: Gerade ihr habt sogar gute Chancen, euer Alter in Gesellschaft ganz vieler anderer Greise zu verbringen. Außerdem haben wir Frauen mit abgelaufenem Verfallsdatum euch ganz viel voraus an Erfahrung, Lockerheit, Experimentierfreudigkeit und und und

Noch etwas fand ich an dem Film beachtlich: Die Shades-of-Grey Thematik hat nun anscheinend endgültig Einzug in deutsche Wohnzimmer gehalten. SM ist zur besten Sendezeit salonfähig geworden. „50 Shades of Klischee“ titelte Spiegel-Online in Anlehnung an eine Twitter-Reaktion heute. Immerhin: eine Fußfessel in der Vagina des Opfers, das war mal was Neues.

Ich wünsche mir von (Drehbuch-) Autoren und Filmemachern in Zukunft mehr mutigen und differenzierten Umgang mit dem Thema Einsamkeit, Älter Werden und Sexualität.

Das Schlusswort des gestrigen Tatorts stammt übrigens von Maxim Gorki: „Was schön ist, bleibt schön, auch wenn es welkt. Und unsere Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben.“

Das stimmt hoffnungsvoll, und tanzen gehe ich auch weiterhin.

Zwei Filmtipps: Wenn reifere Frauen zu Teenies werden …

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KinoLeuchtschrift_15x15Männer jenseits der 50 sind heutzutage „im besten Alter“. Niemand schert sich darum, wenn ein Endfünfziger oder noch älterer Herr eine junge Frau heiratet oder sich mit einer jüngeren Geliebten schmückt. Stars aus dem Musik- oder Filmgeschäft machen es vor. Oft beträgt der Altersunterschied sogar 20 oder mehr Jahre. Und niemand nimmt Anstoß, wenn diese Männer, die oft selbst aussehen wie verknautschte Sofakissen, in ihrem Versuch, sich der jugendlichen Partnerin anzupassen, peinliche Klamotten und Frisuren tragen oder andere, altersuntypische Dinge tun.

Natürlich gibt es auch beim anderen Geschlecht ein paar Ausnahmen. Tina Turner heiratete unlängst ihren 16 Jahre jüngeren, langjährigen Lebenspartner, Demi Moores Ehe mit Ashton Kutscher galt lange als glücklich – bis eine jüngere kam. Schon die Sprache, die in diesem Zusammenhang benutzt wird, ärgert mich. Gerne spricht man dann davon, dass ältere Frauen sich einen toyboy halten. Ältere Männer hingegen werden immer noch anerkennend als playboys tituliert.

Zum Glück setzt sich anscheinend ganz allmählich die Erkenntnis durch, dass auch sogenannte reifere Frauen Bedürfnisse haben, die sie ausleben wollen. Ich will hier keine Ratschläge geben, wie man sie in Zeitschriften oder kostenlosen Heftchen, die in Apotheken ausliegen, findet. Natürlich kommt man mit vernünftiger Ernährung und ausreichend Sport besser durch die Wechseljahre, und die dort beworbenen Pillen und Gleitmittel können in bestimmten Fällen sicher hilfreich sein. Aber mir geht es vielmehr um das lustvolle Ausleben der Sexualität, das auch jenseits der 50 möglich ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Ich bin jetzt eine Indie-Autorin

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Wenn ich es mir recht überlege, habe ich eigentlich schon immer gerne geschrieben. Bereits in meiner Volksschulzeit – heute heißen die ersten vier Jahre Grundschulzeit – begann ich abseits der schulischen Pflichtübungen mit dem Schreiben. In krakliger Handschrift verfasste ich unter Produzierung vieler Tintenklekse kleine Geschichten, die ich vorzugsweise zu Weihnachten und anderen festlichen Gelegenheiten verschenkte. Während der Pubertät dann das obligatorische Tagebuch! Zum Glück ist dieses mitsamt seinen peinlichen Gedankenergüssen und Beichten nicht mehr vorhanden.

Da ich einen Teil meiner Schul- und Studienzeit in Großbritannien und den USA verbrachte, kam ich früh mit Creative writing in Kontakt. In Deutschland gab es im Fach Deutsch die Nacherzählung, die Erörterung und den Erlebnisaufsatz. Letzteren mochte ich am liebsten. Und seit ich lesen konnte, habe ich Bücher geradezu verschlungen, egal ob es sich um Sachbücher oder Erfundenes handelte.

Später schrieb ich selbst Sachbücher. Erstaunlicherweise fanden sich dafür schnell Verleger. Doch der Gedanke, einmal einen Roman oder zumindest eine Erzählung herauszubringen, hat mich nie losgelassen. Es ist den Umständen geschuldet, dass ich erst jetzt, mit bald 60 Jahren, eine Geschichte veröffentliche. Dass sie auf wunderbaren realen Erlebnissen basiert, hat mir das Schreiben versüßt, wenngleich ich manchmal um die richtigen Worte gerungen habe. Schließlich geht es ja fast immer nur um das eine!

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Ursprünglich waren meine Aufzeichnungen als persönliches Geschenk an Leo gedacht. Er hat mich ermutigt, unsere Erlebnisse auch mit anderen zu teilen. Dieser Schritt hat mich einige Überwindung gekostet. Einen Verlag für mein erotisches Tagebuch zu finden, habe ich mir schwierig vorgestellt, zumal, wenn man in dem Genre noch keinen Namen hat. Und was andere Autoren über abgewiesene Manuskripte berichteten, wirkte zusätzlich abschreckend. Gleichzeitig hatte mich der Ehrgeiz gepackt, das Buch unabhängig, als Selbstverlegerin, herauszubringen. Dazu bot sich das eBook an. Das Konvertieren in das entsprechende Dateiformat, ebenso wie die Gestaltung des Covers habe ich in fachkundige Hände gegeben.

Ein guter Freund riet mir, einen Blog einzurichten. Ich wusste zwar, was das war, hatte aber keine Ahnung, wie man einen solchen anlegt. Ohne diesen Freund, ohne seine Sachkenntnis und die vielen Stunden Arbeit, die er investiert hat, hätte ich es nie auf diese Plattform geschafft. Geduldig hat er alle meine Fragen beantwortet und war mir immer ein guter Ratgeber. Danke dafür!

So bin ich nun im reiferen Alter zur Indie-Autorin (von independent = unabhängig) und auch so etwas wie eine Bloggerin geworden. Ausgerechnet mit etwas Erotischem! Nun, ja, vielleicht sollte es so sein.


Lese-Lust, Schreib-Stil und Kopf-Kino

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Erotische Geschichten, ein ganz besonderes erotisches Tagebuch, Worte und Bilder voller Lust und Leidenschaft – ohne die üblichen Klischees

Doppelherz
Fantasie oder reale Erlebnisse? Meine Figuren sind aus dem Leben gegriffen, haben Ecken und Kanten, aber sie wissen genau, was sie wollen und tun. Schließlich schreibe ich aus der Sicht einer erfahrenen Frau jenseits der 50.

Ich lege großen Wert auf gute Sprache, was nicht heißen soll, dass nicht auch einmal das eine oder andere derbe Wort in meinen Geschichten vorkommt. Eine direkte Sprache und niveauvolle Erotik müssen kein Widerspruch sein. Hauptsache, alle Sinne werden angesprochen und es entstehen lustvolle Bilder im Kopf des Lesers.

Und manchmal kann ich es nicht lassen: Ich kommentiere gerne auch Alltägliches aus der Sicht einer reifen Frau mit Anspruch und verfolge das Geschehen rund um das Thema „Schreiben und Veröffentlichen“ mit kritischem Blick.

In meinen Büchern finden Sie prickelnde Erotik für Leserinnen und Leser mit einem gewissen Anspruch. Mein Erstling Leo – Erotisches Tagebuch beweist, dass auch Frauen jenseits der 50 ein aufregendes Sexualleben haben können.

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Mehr auf diesem Blog unter „Leo“ und „Leseproben“

Mein neuestes Buch Treppen der Lust vereint vier außergewöhnliche Kurzgeschichten, die so kurz gar nicht sind. Hier treffen wir übrigens auch Leo wieder.

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Meine Bücher sind natürlich auch beim Verlag bestellbar:
Cupido-books

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