7/8 Hosen und andere Sünden

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Es ist komisch. Sobald die Temperaturen steigen, fallen anscheinend die Grenzen des guten Geschmacks. Zumindest in modischer Hinsicht. Das gilt auch für solche Menschen, die im Rest des Jahres durchaus gut gekleidet sind.

Ganz oben in der Hitparade der schlimmsten Modesünden stehen für mich zwei Varianten der sogenannten Caprihose, die erstmals in den 1950er Jahren als etwas skandalöser Modehit von sich reden machte. Ich weiß nicht warum, aber damals sahen die Hosen einfach besser aus. Vielleicht lag es an den berühmten Trägerinnen wie z.B. Audrey Hepburn, Marilyn Monroe oder Sophia Loren.

Heute wird die Caprihose, deren Saum bekanntlich über dem Fußknöchel endet, gerne als 7/8 Hose bezeichnet. Die Kurzvariante reicht bis knapp über das Knie und nennt sich 3/4 Hose. Ehrlich gesagt, verstehe ich das nicht so ganz. Ich dachte immer, 3/4 würde 6/8 entsprechen, nicht 7/8. Aber in Bruchrechnung und folglich auch im Kürzen von Brüchen war ich noch nie gut . Den Rest des Beitrags lesen »

Was kann ich für Sie tun, junge Frau?

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Was kann ich für Sie tun, junge Frau?

Diese oder ähnliche Fragen werden seit einiger Zeit an mich adressiert. Zunächst freute ich mich über das – wie ich meinte –schöne Kompliment. Dann versuchte ich mich zu erinnern, wann genau mir das jemand erstmalig gesagt hatte. Bestimmt nicht, als ich wirklich noch jung war. Ich meinte mich zu entsinnen, dass ich schon die 50 überschritten haben musste. Fortan spitzte ich die Ohren. Tatsächlich! Man nennt mich „junge Frau“, aber warum nur, wo ich doch offensichtlich nicht mehr so ganz taufrisch bin. Soll das verkaufsfördernd wirken? Soll das der Versuch sein, einer reifen Frau noch mal was Nettes zu sagen? Ist das dem Jugendwahn geschuldet, der nur noch junge Menschen als interessant und begehrenswert empfindet.

VictoriasSecret
Kürzlich war ich zu Besuch bei meiner Tochter in den USA. Hier wurden wir mit „Hi guys, how are you today?“ oder „How’re you doing?“ begrüßt, Floskeln, auf die sowieso niemand eine Antwort erwartet. Erstaunlich, aber ausgerechnet hier, im Land der aufgesetzten Freundlichkeit, wartete ich vergeblich auf ein „young lady“. So wurde völlig zu Recht nur meine Tochter angesprochen. Ich hörte bestenfalls „What can I do for you, love?“ Immerhin fragte man mich manchmal nach meinem Namen, der dann auf ein Zettelchen gekritzelt wurde, wo auch der Name der Verkäuferin notiert war. So erfuhr ich, dass meine ganz persönliche Verkäuferin Deborah, Oprah oder so ähnlich heißt. Gut zu wissen.

Auch im Diner wurde uns der Buchweizen-Pancake nicht nur mit Blaubeeren, sondern auch mit ausgesuchter Höflichkeit serviert. Die Bedienungen trugen Namen von wahrhaft Shakespeare’scher Dimension wie Portia oder Ophelia und immer ein „enjoy“ auf den Lippen. Fehlte nur noch eine Kellnerin namens Hippolyta oder Goneril. Stattdessen war eine quasi-Namensvetterin von mir dabei. Gretchen, gesprochen Grättschen, was für deutsche Ohren ein wenig wie „Frettchen“ klingt.

Am letzten Tag meines USA Aufenthalts dann die Überraschung: Beim Betreten eines Geschäfts stürzte sich eine Verkäuferin auf mich mit den Worten: „What can I do for you, lovely?“.

Also alles wie gehabt. Immerhin nicht „young lady“!

Ehrenrunden inklusive

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Ein Plädoyer für das Lektorat

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Mein erstes Erotik-Buch Leo- Erotisches Tagebuch habe ich als Selfpublisherin herausgebracht, eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Jetzt aber, bei meinem neuen Buch „Treppen der Lust – Erotische Kurzgeschichten“, das am 15. März 2015 bei Cupido books erscheint, habe ich die Vorteile eines Verlags schätzen gelernt. Was ich besonders hilfreich fand, war das Lektorat.

Natürlich kann und sollte auch ein Selfpublisher nach Möglichkeit ein Lektorat und Korrektorat haben. Aber anders als bei einem Verlag, muss er das selbst finanzieren. Viele gute freiberufliche Lektoren und Korrektoren bieten diese Dienste an, und ich meine, das ist gut investiertes Geld. Allerdings sollte der Autor bei der Suche nach einem Lektor bedenken, dass nicht jeder in dem Genre zu Hause, in dem man schreibt. Ein Kriminalroman ist nun mal etwas anderes als ein Erotik-Buch.

Leider aber sparen viele Selfpublisher gerade beim Lektorat. Über die Gründe dafür kann man spekulieren. Den Rest des Beitrags lesen »

Gesucht – gefunden

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Mein Buch bei suchbuch.de

Es gibt sie, die Möglichkeiten, auch als vergleichsweise unbekannter Autor im Internet auf sein Buch aufmerksam zu machen – dazu noch kostenlos.

Eine solche Möglichkeit bietet die Plattform http://www.suchbuch.de

Wie in einem Schaufenster in einer Buchhandlung kann man hier sein Buch in der entsprechenden Kategorie anbieten, und der Leser kann nach Herzenslust stöbern. Das Angebot gilt für Selfpublisher ebenso wie für Verlagsautoren. Herzstück der Präsentation ist die Leseprobe. Außerdem gibt es Kategorien für Rezensionen, Klappentext, Autorinformationen und Buchdetails. Die Aufrufe deiner Buchseite werden gezählt. Man kann auch Bücher anderer Autoren bewerten und die eigene Website verlinken, was ich hiermit gerne tue.

Wer mehr will, kann für relativ kleines Geld auch eine monatliche Bannerwerbung kaufen oder andere Zusatzleistungen wie einen Korrekturservice bekommen.

Auf suchbuch.de habe ich kürzlich mein erstes Buch eingestellt, das neue, das im März erscheint, wird sicher folgen. Die kostenlose Variante für mein Buch sieht so aus:

http://www.suchbuch.de/leseproben/erotik/leo___erotisches_tagebuch/4525

Eine Möglichkeit mehr, gefunden zu werden. Danke an den/die Betreiber der Seite.

Piraterie – der neue Fluch, nicht nur der Karibik

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Spätestens seit Johnny Depp als Captain Sparrow erfolgreich die Meere und die Kinos unsicher machte, haftet der Piraterie etwas von Exotik, Südseeromantik und auch Komik an. Dass Piraten schon immer Gewalttaten verübt haben, um sich am Eigentum anderer zu bereichern, wird darüber manchmal vergessen.

Leider ist die Seeräuberei im wirklichen Leben nicht so spaßig und unterhaltsam wie im Film. Heutzutage ist sie auf hoher See auch ein Millionengeschäft. Längst ist die moderne Piraterie in unserem alltäglichen Leben angekommen:
Raubkopien von Musikstücken oder von Filmen, Produkt- und Markenpiraterie, illegale Kopien von Software und Spielen, die Liste ließe sich beliebig fortführen.

Seit einiger Zeit macht die digitale Piraterie auch nicht vor Büchern halt. Da hilft auch der DRM (Digital Rights Management) -Kopierschutz, mit dem beispielsweise amazon seine ebooks versieht, wenig. Findige Menschen haben längst Techniken entwickelt, mit denen sich der ebook-Kopierschutz aushebeln lässt.

Die Autorin Poppy J. Anderson entdeckte unlängst eine Facebook-Gruppe, die per dropbox den Mitgliedern kostenlos (und illegal) ebooks zur Verfügung stellte. Darunter waren leider auch Rezensionsexemplare, die Autoren oder Verlage an Buch-blogger abgegeben hatten. Das bringt natürlich alle seriösen blogs in Misskredit.

Natürlich hat es schon immer Versuche gegeben, unter Umgehung eines Kaufs an Originale zu kommen. Wer hat nicht während des Studiums gerne auf fotokopierte Fachbücher zurückgegriffen? Doch seitdem es ebooks gibt, ist der Diebstahl ungleich leichter geworden und hat verheerende Auswirkungen.

Grafik_ebooks
Die Grafik (rechts) von Isabell Schmitt-Egner macht den Unterschied zwischen einem normalen Leihvorgang und dem unbegrenzten Kopieren von ebooks deutlich:

Was das illegale Herunterladen von ebooks für Autoren und Verlage im Einzelnen bedeutet, hat Daniela Ohms in ihrem Artikel auf den Punkt gebracht. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Darum hier der link zu ihrem sehr mutigen und lesenswerten Artikel, von dem ich hoffe, dass er weite Verbreitung findet.

http://daniela-ohms.de/autoren-und-e-book-piraterie-mein-ende-des-schweigens/#more-1257

Bitte möglichst „teilen“ oder weiter verlinken!

Was ich bei der ganzen Debatte vermisse, ist ein Hinweis, wie man mit diesem Problem umgehen kann. Ich selbst kann leider auch nichts Gescheites dazu beitragen. Vielleicht schaltet sich mal ein Jurist in die Diskussion ein und nimmt sich der Sache an. Wie ich las, stehen die Server der illegalen Plattformen irgendwo in der Karibik und sind für die deutsche Staatsanwaltschaft nur schwer zu verfolgen.

Also doch wieder Fluch der Karibik!

Nicht nur zur Weihnachtszeit

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Nicht nur zur Weihnachtszeit …
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… funkelt und blinkt es allenthalben in der Dämmerung und des Nachts. Jeder Kiosk-Betreiber, der etwas auf sich hält, hat heutzutage eine dieser LED-Leuchtreklamen an seiner Fensterscheibe. Aber auch Imbissbuden, Cafés, Bars und Geschäfte haben zumindest das schon obligatorische “Open“ oder “Welcome“ Schild im Angebot.
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Gyros
Die Werbung blitzt in allen möglichen Varianten: Café (mit dem Tässchen mal rechts, mal links), Döner, Gyros (oder beides zusammen), Ice-cream, Pizza, Currywurst usw. Oft blinkt der Schriftzug auch in schnellen Intervallen.

Sogar Handwerke und Gewerbe haben plötzlich ihren Hang zu Neon entdeckt: Der Friseur wirbt mit einer schnippelnden Schere, eine Fahrschule mit einem kleinen Auto, ein Musikalienhandel mit einer Gitarre, selbst ein Zahnarzt macht mit einer leuchtenden Zahnwurzel auf sich aufmerksam. Ob das den Patienten die Angst vor einer Wurzelbehandlung nimmt?
Und damit man auch genau weiß, auf was man sich einlässt, oder falls mal einer des Deutschen nicht Mächtigen vorbeikommt, verkündet das Nagelstudio vorsichtshalber noch “Nails“, der Fotokopierladen “Copie“, der Blumenladen “Flowers“.
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In der letzten Zeit ertappe mich immer öfter dabei, dass ich die leuchtenden Dinger sammle – nur virtuell versteht sich. Immerhin konnte ich der Versuchung nicht widerstehen und habe einige fotografiert, also ist meine Sammelleidenschaft doch nicht rein virtuell. Irgendwie wirkt das Geblinke auch ansteckend, finde ich.
Jedenfalls habe ich mir unter dem Vorwand, etwas für meine Sicherheit zu tun, eine LED-Stirnlampe zum Joggen bei Dunkelheit zugelegt, mit der ich wie ein Alien aussehe, mindestens aber wie ein Bergmann, der gerade auf Schicht einfährt. Ich liebäugle auch mit einem LED-Leuchtband, das am Arm oder Bein getragen werden kann und abwechselnd in den schönsten Farben funkelt, ähnlich diesen Leuchthalsbändern, die manche Hundebesitzer ihren Fifis umlegen. Ein gängiges Modell heißt übrigens Blinki.

Weihnachtsbaum
Wie schrieb doch Theodor Storm in einem Weihnachtsgedicht: „Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein sitzen.“ Das ist längst überholt. Heute leuchtet es in Geschäftsstraßen, im Park oder im Wald – und das nicht nur golden und nicht nur zur Weihnachtszeit.

In diesem Sinne wünsche ich allen schöne Festtage.

Signiertes Taschenbuch zum Fest

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Schon gehört?
Die Taschenbuchausgabe von „Leo – Erotisches Tagebuch“ gibt es noch bis zum 18.12.2014 von mir signiert und vom Cupido-Verlag liebevoll in Weihnachtspapier verpackt, bei Bestellung über die Verlagswebsite. Die Auslieferung erfolgt als Brief (ohne Aufpreis und egal, wann ihr bestellt) am 19.12.2014. Dann habt ihr es ganz sicher rechtzeitig zum Fest!

Wie eine Rezensentin bei Amazon schrieb: „Sowohl zum alleine Lesen als auch zum Vorlesen in trauter Zweisamkeit.“ Vielleicht gerade über die Feiertage.
Stapel_CupidoBooks_Leo_2[1]

Zur Bestellung geht’s hier:

http://cupido-books.com/buecher/versand/