Von der Indie-Autorin zur Indie-Verlags-Autorin, Teil 1

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Von der Indie-Autorin zur Indie-Verlags-Autorin, Teil 1

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Vor nicht mal einem Jahr veröffentlichte ich hier einen Artikel mit dem Titel „Ich bin jetzt eine Indie-Autorin“. Darin beschrieb ich, wie ich meinen erotischen Erstling LEO als Self-Publisherin herausbrachte. Seitdem ist einiges passiert.

Ich habe die Vorzüge, aber auch die Nachteile des Self-Publishing kennen gelernt. Es ist schön, unabhängig zu sein: niemand redet einem rein, ich bestimme, was ich veröffentliche, ich verdiene vergleichsweise hohe Tantiemen und bekomme diese relativ zeitnah und nachvollziehbar ausbezahlt. Ich gestehe, dass ich mir auch sehr gerne die Charts meiner Verkaufshistorie ansehe, vor allem, wenn die Kurve nach oben geht.

Die Leute vom Amazon Support haben mich nie im Stich gelassen, wenn ich sie mit meinen Fragen gelöchert habe. Insgesamt bin ich auch sonst auf viel Hilfsbereitschaft gestoßen. Der Erfahrungsaustausch mit anderen Indie-Autoren hat mir sehr geholfen. Mit einigen Autorinnen und Autoren stehe ich in regelmäßigem Mail-Kontakt, der mir sehr viel bedeutet.

Dennoch, es gab auch Schattenseiten. „Mit der Fertigstellung des Buches sind 20 % Deiner Arbeit erst getan“, sagt der Bestseller Autor Ted Nicholas. Das wollte ich anfangs nicht glauben, aber es stimmt. Wenn man sich nicht kümmert, passiert gar nichts. Niemand wird auf das Buch aufmerksam werden. Das kann man sich als Neuling schon gar nicht leisten.

Die Vermarktung meines Buches bereitete mir einiges Kopfzerbrechen, zumal ich in einem Genre schreibe, das nicht jedermanns Sache ist. Ich kann nicht einfach in irgendwelchen Geschäften oder Arztpraxen Flyer mit Leseproben meines nicht ganz jugendfreien Buches verteilen oder Freunde bitten, für mich Werbung zu machen. Auch eine Autoren-Lesung will ich mir lieber nicht vorstellen. Obwohl ich von meiner Arbeit überzeugt bin, fällt es mir schwer, mich immer wieder anzupreisen. Die Sprache der Werbung ist sowieso nicht unbedingt die meine. Die sozialen Medien wollen mit Wichtigem oder Unwichtigem gefüttert werden. Ich kann es mir nicht erlauben, im Sekundentakt tweets in die Welt zu entlassen und möchte das eigentlich auch nicht. Soweit es mir möglich war, habe ich alle Ratschläge zur Selbstvermarktung befolgt. Ich bin bei twitter, startete einen eigenen Blog und stellte mein Buch auf geeigneten Plattformen vor oder ließ es rezensieren. Doch auf den meisten Seiten ist man praktisch unauffindbar, wenn man noch kein gutes google Ranking hat.

Am 21. März 2014 passierte es dann. Ausgerechnet am Indiebook Day! Überraschenderweise warb ein neuer Verlag, Cupido-books, für mein Buch mit diesem Text:

“Werbung in eigener Sache ist schön und gut. Heute aber werben wir zum Indie-Book-Day für ein Buch, das wir nicht verlegen – zu unserem großen Bedauern! Denn es ist geschrieben von einer Autorin, die mit Ende 50 in ihrem Erotik-Erstling ihre Erfahrung mit frischer Experimentierfreude und Lebenslust verbindet.
Mit „Leo – Erotisches Tagebuch“ beweist Greta L. Vox, dass auch Frauen jenseits der 50 ein aufregendes Sexualleben haben können. Und damit passt es eigentlich hervorragend in das Cupido-Programm!!“

Natürlich habe ich mit Cupido-books Kontakt aufgenommen, schon aus Neugier. Heute nun (15. August 2014) ist „Leo – Erotisches Tagebuch“ vom Cupido Verlag neu herausgebracht worden – erst einmal als ebook. Man kann das Buch nun auf verschiedenen Vertriebswegen downloaden, weiter natürlich auch hier:
LEO bei Amazon
Wie das kam und wie es weitergeht, dazu später mehr.

Fortsetzung folgt.

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Ein Kommentar zu „Von der Indie-Autorin zur Indie-Verlags-Autorin, Teil 1

    Regine sagte:
    15. August 2014 um 3:03 pm

    Ja, so ist es: „Aus dem Leben einer Indie-Autorin“ 😉 Bin gespannt, wie es weitergeht! Good luck!

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