„Masters of Sex“ und „dirty talk“

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“Masters of Sex“ und “dirty talk“

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Es gibt sie, die guten TV-Serien. Meist stammen sie aus dem englischsprachigen Ausland und heißen: “Downtown Abbey“, “Homeland“, “Mad Men“, “How I met your Mother“, “Big Bang Theory“ … und jetzt: “Masters of Sex“.

Schon in den 1990er Jahren gefiel mir “Emergency Room“, die Mutter aller Arzt-Serien. Im Moment ist mein Favorit “Sherlock“, eine britische Produktion, die die alten Sherlock Holmes Geschichten in das London von heute verlegt, filmische Highlights mit schnellen Schnitten, vertrackten Plots und einem soziopathischen Ermittler, der von Benedict Cumberbatch genial verkörpert wird.
All diese TV-stories haben nichts gemein mit der Behäbigkeit und dem bemühten Humor deutscher Serienkost. Kein Wunder, dass die ausländischen Serien mit Auszeichnungen geradezu überhäuft wurden. Interessant, dass sie bei der Ausstrahlung im deutschen Fernsehen zumindest ihre fremdsprachigen Titel behalten dürfen. Das gilt auch für “Masters of Sex“, die Serie, die am Dienstag, den 5. August auf ZDFneo um 22.15 Uhr mit einer Doppelfolge startet. Das Wortspiel wäre auch kaum angemessen zu übersetzen gewesen.

„Masters of Sex“ ist die im Kern authentische Geschichte des schüchternen US Gynäkologen Dr. William Masters, der es sich zur Lebensaufgabe machte, seinen Landsleuten den Sex zu erklären. Die ehemalige Nachtclubsängerin Virginia Johnson wird seine perfekte Assistentin, später seine Co-Autorin und Ehefrau.

Für seine wissenschaftlichen Studien ging Masters aus heutiger Sicht bisweilen seltsame Wege. Es ist u.a. sein Verdienst, den weiblichen Orgasmus erforscht zu haben. Und das im prüden Amerika der 1950er Jahre! Masters wurde mit seinen Experimenten zum skandalumwitterten Sexpionier, und seine Studien ebneten den Weg für die sexuelle Revolution in den 1960er Jahren.

Die TV-Serie zeichnet die Entdeckungen von Masters und Johnson nach, aber auch ihre private Beziehung. Sie ist freizügig in Wort und Bild, dabei nie voyeuristisch. Vor allem ist sie hervorragend recherchiert, gut gespielt und darüber hinaus eine stimmungsvolle Zeitreise in die 1950er Jahre.
Ich hatte das Glück, die Folgen der ersten Staffel im Ausland kennenzulernen, und kann deshalb mit Fug und Recht sagen: Unbedingt ansehen!

http://www.amazon.de/Masters-Sex-William-Virginia-Johnson/dp/0465079997/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1407052462&sr=8-2&keywords=thomas+maiers

Hier das (leider vergriffene) Standardwerk:

http://www.amazon.de/Liebe-Sexualit%C3%A4t-Standardwerk-William-Masters/dp/355007641X/ref=sr_1_14?ie=UTF8&qid=1407157698&sr=8-14&keywords=william+masters+virginia+johnson

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Ein Kommentar zu „„Masters of Sex“ und „dirty talk“

    Regine sagte:
    4. August 2014 um 7:22 pm

    Liebe Greta, danke für diesen TV-Tipp! 🙂

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