Lese-Lust, Schreib-Stil und Kopf-Kino

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Erotische Geschichten, ein ganz besonderes erotisches Tagebuch, Worte und Bilder voller Lust und Leidenschaft – ohne die üblichen Klischees

Doppelherz
Fantasie oder reale Erlebnisse? Meine Figuren sind aus dem Leben gegriffen, haben Ecken und Kanten, aber sie wissen genau, was sie wollen und tun. Schließlich schreibe ich aus der Sicht einer erfahrenen Frau jenseits der 50.

Ich lege großen Wert auf gute Sprache, was nicht heißen soll, dass nicht auch einmal das eine oder andere derbe Wort in meinen Geschichten vorkommt. Eine direkte Sprache und niveauvolle Erotik müssen kein Widerspruch sein. Hauptsache, alle Sinne werden angesprochen und es entstehen lustvolle Bilder im Kopf des Lesers.

Und manchmal kann ich es nicht lassen: Ich kommentiere gerne auch Alltägliches aus der Sicht einer reifen Frau mit Anspruch und verfolge das Geschehen rund um das Thema „Schreiben und Veröffentlichen“ mit kritischem Blick.

In meinen Büchern finden Sie prickelnde Erotik für Leserinnen und Leser mit einem gewissen Anspruch. Mein Erstling Leo – Erotisches Tagebuch beweist, dass auch Frauen jenseits der 50 ein aufregendes Sexualleben haben können.

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Mehr auf diesem Blog unter „Leo“ und „Leseproben“

Mein neuestes Buch Treppen der Lust vereint vier außergewöhnliche Kurzgeschichten, die so kurz gar nicht sind. Hier treffen wir übrigens auch Leo wieder.

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Meine Bücher sind natürlich auch beim Verlag bestellbar:
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verfolgeitkritischem

Ein Klassiker der erotischen Literatur – wiederentdeckt

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John Cleland, Fanny Hill

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Neulich stieß ich beim Aufräumen meines Bücherregals auf eine ziemlich angestaubte Ausgabe von „Fanny Hill“ in englischer Sprache. Das Paperback war schon leicht zerfledert, enthielt aber Reproduktionen von William Hogarths Kupferstichen, die Fannys Werdegang bildlich dokumentieren. Direkt daneben stand ein etwas weniger altes deutsches Exemplar, leider ohne Illustrationen. Dieses habe ich noch einmal „kritisch“ gelesen.

„Fanny Hill“ von John Cleland erschien im Jahr 1749. Wegen des obszönen Inhalts waren das Buch und seine Übersetzungen in verschiedenen Ländern lange verboten. In Deutschland darf es unzensiert erst seit 1969 (!) frei verkauft werden.
Formal ist das Buch dem damals populären Briefroman zuzuordnen. In zwei langen fiktiven Briefen schildert Fanny Hill ihre Erlebnisse im Alter von 15-19 Jahren. Adressat ist eine gewisse „Madame“, die aber so sehr im Vagen bleibt, dass man sie als Leser schnell vergisst und den Eindruck hat, eine ganz normale Ich-Erzählung vor sich zu haben, die sich zu einer Romanhandlung entwickelt.

Nach dem Tod ihrer Eltern verlässt Fanny das heimische Liverpool, um in London ihr Glück zu suchen. Dort gerät sie unter die Fittiche einer Kupplerin, die sie in ihrem Freudenhaus an Männer vermittelt. Es folgen Anstellungen in verschiedenen Häusern und Beziehungen zu wohlsituierten Männern. Fanny verliebt sich in einen ihrer Kunden, Karl/Charles, mit dem es schließlich auch ein Happy End gibt.

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Genau genommen handelt es sich bei „Fanny Hill“ um einen monoperspektivischen Briefroman, da kein Briefaustausch stattfindet, sondern uns nur die Aufzeichnungen einer Person vorliegen. Diese Perspektive lässt den Leser unmittelbar an der Gefühls- und Gedankenwelt der Verfasserin Fanny teilhaben.
Wir werden Zeuge, wie Fanny von ihrer Zimmergenossin in die Freuden der Lust eingeführt wird, wie sie durch heimliche Beobachtung lernt und ihre eigenen Erfahrungen macht. Sie findet zunehmend Gefallen an der Sexualität, sogar an ihrer Arbeit. Die Entwicklung vom naiven, unerfahrenen Mädchen zur sinnesfrohen, selbstbewussten jungen Frau, die aus ihren körperlichen Reizen und einer sinnlichen Veranlagung Kapital zuschlagen weiß, ist durchaus differenziert dargestellt. Besonders ihre Empfindungen während des Sexualakts sind subtil beschrieben.
Die männlichen Protagonisten hingegen bleiben insgesamt eher blass. Abgesehen von einer Beschreibung ihrer äußeren Merkmale sind sie meist reduziert auf ihre sexuelle Potenz; selbstverständlich sind sie alle gut bestückt und ausnahmslos bereit und auch in der Lage, ihre Partnerinnen zu befriedigen.
Obwohl das Buch mit einem moralisierenden Ende aufwartet, das die Bedeutung der geistigen Liebe als Grundlage für echte Erotik betont, ist der Inhalt insgesamt sehr frivol und ohne gesellschaftskritischen Anspruch. Eine Sex-Szene folgt auf die andere, mit Sex in allen möglichen Spielarten. Die Lustbefriedigung steht immer im Vordergrund. Gibt es einmal Probleme, ist der (vorgetäuschte) Ohnmachtsanfall ein probates Mittel zur Konfliktlösung.
Die Prostitution wird nicht hinterfragt, vielmehr als erstrebenswertes Gewerbe gepriesen, das neben einer guten Einnahmequelle den Frauen anscheinend ausnahmslos höchstes sexuelles Vergnügen beschert. Mögliche Geschlechtskrankheiten – zur damaligen Zeit sicher ein großes Problem – werden ebenso wenig thematisiert wie ungewollte Schwangerschaften und Verhütung. Fanny erwähnt denn auch eher beiläufig: „Ich war drei Monate schwanger von ihm [Karl] gewesen.“ Mehr erfährt man nicht und kann nur vermuten, dass die Schwangerschaft abgebrochen wurde. Solche Aussparungen mindern die Glaubwürdigkeit von Fannys Bericht.
Clelands Sprache ist ein Spiegel ihrer Zeit und für den modernen Leser etwas gewöhnungsbedürftig. Abgesehen von antiquierten Wörtern wie „Muhme“, „Beinkleider“, „Mannheit“ oder „Gevatterin“ ist es vor allem der verschachtelte, leicht gestelzte Satzbau, der die Lektüre erschwert. Manchmal muss man einen Satz zweimal lesen.
Das Buch ist auch nicht frei von sprachlichen Wiederholungen, besonders bei der Beschreibung des männlichen Geschlechtsteils als „Maschine“, „Instrument“ oder „Speer“. Dabei wirken Formulierungen wie „seine schreckliche Bohrmaschine“, „der aufrührerische Schelm“ oder „sein rotköpfiger Champion“ aus heutiger Sicht oft unfreiwillig komisch. Insgesamt jedoch ist Clelands Stil geprägt von einer ausdrucksstarken Bildsprache mit schönen Metaphern und ungewöhnlichen Vergleichen.
Die erotischen Szenen sind nach heutigen Maßstäben nicht sehr direkt ausgeführt, doch ist es gerade das nur Angedeutete, das die Vorstellungskraft des Lesers anregt.
Vorausgesetzt, man lässt sich auf die etwas sperrige Ausdrucksweise des 18. Jahrhunderts ein und ist bereit, Abstriche bei der psychologischen Glaubhaftigkeit von Handlung und Charakterzeichnung zu machen, wird man diesen frühen Klassiker der erotischen Literatur mit Genuss lesen können.

Es bläst und saugt

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Es bläst und saugt

Der Herbst ist da. Woran merken wir das? Der kalendarische Herbstanfang kann es diesmal nicht gewesen sein, denn der kam als Hochsommertag daher.
Die Stunden mit Tageslicht werden weniger, und bald droht die lästige Umstellung auf die Winterzeit. Meine Autowerkstatt erinnert mich schon mal an die Umrüstung auf Winterreifen. Auch sonst mehren sich die Anzeichen:
In den Marktständen liegen Pilze und die ersten Kürbisse.

kuerbisse

Beim Joggen muss ich aufpassen, dass mir keine blank polierte Kastanie oder Eichel auf den Kopf fällt. Auf dem Weg liegen igelartige Gebilde, die Haselnüsse beherbergen. Am Wegesrand sprießen wunderschöne Fliegenpilze, in den Sträuchern hängen knallrote Beeren.

Das Laub verfärbt sich und fällt ab. Und hier kommt das untrügliche Zeichen für den Herbstbeginn ins Spiel:

Wenn man früh morgens unsanft von einem durchdringenden Geräusch geweckt wird, ist er da, der Herbst, und mit ihm eine Errungenschaft namens Laubbläser. Dieses Gerät ist nicht nur Angestellten des städtischen Reinigungsdienstes vorbehalten, nein, es ist dummerweise auch im Baumarkt von Privatleuten zu erwerben. Das lässt jedes Männerherz höher schlagen. Es scheint, der Laubbläser hat dem Aufsitzrasenmäher oder dem Laubhäcksler als potentielle Ruhestörungsquelle längst den Rang abgelaufen. Denn mit ihm kann auch der Hobbygärtner richtig Krach machen. Berichten zufolge erreicht ein Laubbläser ähnlich hohe Dezibelwerte wie eine Kreissäge oder ein Presslufthammer.

Sicher ist es einfacher und macht mehr Spaß, das Laub mittels dieses Geräts zusammen zu pusten als wie früher den Besen oder Rechen zu bemühen. Ob es Sinn macht, das Laub zu riesigen Hügeln aufzutürmen, wo ein Windstoß genügt, es wieder aufzuwirbeln, sei dahin gestellt. Auch die Vorstellung, dass durch den Blasvorgang sicher Millionen von Pilzsporen freigesetzt werden oder auch Keime, z.B. durch Hundekot, aufgewirbelt werden, ist nicht gerade schön.
Der gemeine Laubbläser hat leider auch einen ähnlich lauten Bruder – den Laubsauger. Während der Laubbläser das Laub einfach vor sich her treibt, z.B. praktischerweise in Nachbars Garten, saugt der Laubsauger das Laub an und fängt es in einem Sack oder Behälter auf. Also ein multifunktionales Gerät, das mich an einen alten Sketch von Loriot erinnert. Darin versucht ein Staubsaugervertreter, einer Hausfrau ein Modell namens Heinzelmann schmackhaft zu machen, dessen Sauger auch zur Trockenhaube umfunktioniert werden kann. Der Sketch ist verantwortlich für den herrlich zweideutigen Satz „Es bläst und saugt der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann.“

Der Gedanke an diese Kombination aus Staubsauger und Trockenhaube macht mir die herbstliche Bläserattacke irgendwie erträglicher. Und Laub ist schön!

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Die Entzauberung der Bilder

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Erinnerungen auf Papier

Neulich fiel mir ein Fotoalbum in die Hände. Ich meine nicht eines dieser Fotobücher, die man mit seinen Digitalfotos im Drogeriemarkt ausdrucken lassen kann. Nein, ich meine ein richtiges Fotoalbum: aus braunem Leder, die Seiten aus schwarzem Karton, Schwarz-Weiß-Fotos mit gezacktem Rand, sorgfältig eingeklebt oder in Fotoecken steckend, in Schönschrift untertitelt, zwischen den einzelnen Seiten Trennblätter aus Pergament, die beim Umblättern so schön rascheln.

Als die Fotos entstanden, waren Filme noch teuer und für maximal 36 Bilder ausgelegt. Das Fotografieren war daher ein Ereignis, und man fotografierte nur, was wirklich wichtig war: Die Hochzeit, die Taufe, die Kinderkommunion, Geburtstage, der erste Schultag, Reisen usw. Zu den frühen Aufnahmen von mir selbst gehört ein Baby-Akt auf Fell, ein kleinformatiges Foto mit gezacktem Rand, später dann eines, auf dem ich Zahnlücke und eine Schultüte trage. Dieses Bild hatte schon einen glatten Rand. Kurz darauf hielten die ersten Farbfotos Einzug ins Album, die im Laufe der Zeit leider oft einen leichten Braunstich entwickelten. Egal! Der Zauber, den die Schwarz-Weiß-Bilder verströmen, geht den Buntbildern sowieso meist ab.

Etwa ab Beginn der 1970er Jahre wurde das Album nicht weitergeführt. Vermutlich galt so etwas zu der Zeit uncool. Stattdessen landeten Fotografien in einer Blechdose und in ein paar Schuhkartons, vielleicht mit der Absicht, sie später einmal zu sortieren oder einzukleben.

Waren diese ungeordneten Provisorien der analoge Vorläufer unserer Smartphone-Alben?

Digitaler Overkill

Die größte fotografische Revolution der letzten Jahre stellt zweifellos die Digitalfotografie dar, die gepaart mit der Erfindung des Smartphones, eine inflationäre Produktion von Bildern zur Folge hatte. In diesen Alben wird nicht mehr geblättert, sondern gewischt.

Damit einher geht eine neue Art von Narzissmus, eine konstante Selbstbespiegelung, die im Selfie ihren perfekten Ausdruck findet. Zum Selfie gehört es, gut drauf zu sein, am besten in Partystimmung: Die Zähne gebleckt, Augen weit aufgerissen, vorzugsweise leicht bekleidet und mit Glas in der (freien) Hand. Aber sehen wir uns diese Tausende von Bildern, die am ausgestreckten Arm oder mit Selfie-Stick entstanden, eigentlich je wieder an? Tun wir es tatsächlich, kommt schnell Langeweile auf, denn im Grunde sieht ein Bild wie das andere aus. Die digitale Fotografie hat die Beliebigkeit zum Prinzip erhoben.

Milliardenfach schwirren die Selfies im Netz: Fußselfies, Kuss-Selfies, erotische Selfies, spektakuläre z.B. mit gefährlichen Tieren, vor fahrenden Zügen, auf hohen Gebäuden aufgenommen. Ein Sturz aus großer Höhe ist übrigens die häufigste Todesursache bei waghalsigen Selbstporträts. Selbst ein Affe hat ein Selfie geschaffen – das sagt eigentlich schon alles – wobei ein Streit um das Urheberrecht entbrannte.

Dokumentationswut

Aber natürlich fotografieren wir uns nicht nur selbst. Die permanente Verfügbarkeit und der schier unbegrenzte Speicherplatz moderner Geräte führen dazu, dass beinahe reflexhaft alles geknipst wird, was uns vor die Linse kommt. Die Dokumentationswut kennt keine Grenzen mehr. Und das nicht nur bei Promis wie Kim Kardashian, die den lieben langen Tag nichts anderes zu tun scheint, als über Instagram oder Twitter Fotos in die Welt zu schicken. Auch ganz normale Menschen verspüren offensichtlich den Drang, jede noch so banale Kleinigkeit ihres Lebens bildlich zu dokumentieren, zu posten und mit ihren Mitmenschen zu teilen. Im Gegenzug werden ihre Fotos geliked, kommentiert und weiter geteilt.

Viele Leute lichten im Restaurant ihr Essen ab, bevor sie es verputzen. Neulich startete ich ein Experiment. Den Teller beim Griechen mit dem Smartphone fotografiert: Das Motiv eher simpel, rechts ein Berg Fritten, vorne etwas Weißkohlsalat und links zwei Köfte, die aussahen wie überdimensionierte dunkle Hoden. Schnell das Bild über whatsapp mit Freunden geteilt. Innerhalb weniger Minuten hatte ich ca. ein Dutzend Reaktionen, meist in Bildform und ziemlich sinnfrei: ein Topf mit Suppe, ein Teller Spaghetti Carbonara, eine Currywurst mit roter Soße, ein Latte Macchiato mit Herzchen in der Schaumkrone (sehr beliebtes Motiv!) aber auch Botschaften wie ein hochgereckter Daumen, eine Reihe trauriger Smileys sowie die Zuschrift „gemein“. Was will uns das sagen? Dass andere

a) gerade auch beim Essen sind
b) nicht beim Essen sind, aber gerne etwas essen würden
c) mein Essen so toll finden, dass sie neidisch werden

Muss ich das wissen? Ich weiß es nicht. Irgendwann werden wir in der digitalen Flut ertrinken. Aber bevor es soweit ist, poste ich hier auch gleich noch ein Bild von meiner längst verschiedenen Katze, natürlich in schwarz-weiß. Das Tier war sowieso nur grau getigert.

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Tierbilder gehen immer!

Interview: Erotische Texte schreiben

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Interview mit Greta L. Vox

Das Interview über das Schreiben erotischer Geschichten, das Andreas Hollender seinerzeit mit mir führte und auf seinem damaligen Portal „MreBook“ unter dem Titel „I had the time of my life“ veröffentlichte, ist zwar schon etwas älter, aber immer noch aktuell, finde ich.

Es bedarf allerdings einer kleinen Korrektur:
Die am Ende des Interviews erwähnten geplanten Kurzgeschichten sind längst veröffentlicht: Treppen der Lust, erschienen bei Cupido Books http://cupido-books.com/portfolio-item/treppen-der-lust/
Treppen final

Neue Geschichten sind in Arbeit.

In dem Interview äußere ich mich u.a. zu folgenden Fragen:

-wie schwierig es manchmal ist, die richtigen Worte zu finden
-wieso nicht alle Top-platzierten Erotikbücher gut sind
-weshalb man auch mal gegen den Trend schreiben sollte
-warum nicht nur Jüngere lustvoll agieren können

Lest selbst. Den Rest des Beitrags lesen »

„Leo“ als Schullektüre? Von Sinn und Unsinn des Rankings

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Leo als Schullektüre?

Eines vorweg: Mein Buch „Leo – erotisches Tagebuch“ ist aus gutem Grund erst ab 18 Jahren freigegeben und ist definitiv keine Schullektüre.

Umso erstaunter war ich, als ich bei meinen gelegentlichen Streifzügen über die Lovelybooks Seite „Leo – erotisches Tagebuch“ in der Hitliste der unbeliebtesten Schullektüren antraf. Das Buch belegt dort einen respektablen 227. Platz von insgesamt 232 Plätzen.

Ranking

Auf Platz 1 steht übrigens Goethes „Die Leiden des jungen Werther“, gefolgt von Theodor Storms „Der Schimmelreiter“ und Goethes „Faust“. Auch sonst sind vor allem die Klassiker vertreten: Schiller, Büchner, Sophokles, Shakespeare, Brecht, Kafka, Frisch, Dürrenmatt usw. Abgestimmt haben immerhin rund 800 User. Den Rest des Beitrags lesen »

Die „Venus“, nicht die von Botticelli, aber mit „Leo“

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Die „Venus“, nicht die von Botticelli, aber mit „Leo“

Auf der Erotikmesse „Venus“ in Berlin gibt’s jetzt auch richtige Bücher zum Thema:

Lesung aus „Leo – Erotisches Tagebuch“

heute, Donnerstag, den 15.10.2015, um 17 Uhr in Halle 18 am Stand von Cupido Books im Séparée

Außerdem gibt’s handsignierte Exemplare meines Buches. Also nichts wie hin!

Leo und Venus

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„Leo“ goes „Venus“

Am Donnerstag, den 15.10.2015 präsentiert sich „Leo – Erotisches Tagebuch“ auf der Erotik-Messe „Venus“ in Berlin.
Mein Verlag, Cupido Books, veranstaltet dort um 17 Uhr eine Lesung aus meinem erotischen Tagebuch, und von mir signierte Print-Exemplare liegen am Messestand zum Kauf bereit.

http://www.venus-berlin.com/venus-programm/
Neon sings of Venus and Mars - vector illustration
Na, ja, es ist zwar nicht die zeitgleich stattfindende Frankfurter Buchmesse, aber dort ist erotische Literatur leider immer noch nicht nennenswert vertreten. Mit Sicherheit findet sich auf der „Venus“ ein aufgeschlossenes Publikum ein. Und überhaupt:

Leo, Cupido und Venus gehören zusammen.

„Cupido“ ist das lateinische Wort für Begierde, Trieb, Leidenschaft, sinnliche Liebe, aber auch für den altrömischen Liebesgott. Manchmal wird er auch Amor genannt.

Amor vincit omnia_Caravaggio

In der bildenden Kunst findet man den Liebesgott meist als kleinen nackten Knaben mit Pfeil und Bogen oder mit Köcher. Oft ist er der Begleiter der Göttin Venus. Mit seinen Pfeilen trifft er mitten ins Herz und erweckt die Liebe. Widerstehen kann man ihm nicht, denn „Omnia vincit Amor“ („die Liebe besiegt alles“).

Manchmal wird Cupido auch blind dargestellt. Darum legt Shakespeare seiner Heldin Helena aus dem „Sommernachtstraum“ auch folgende Worte in den Mund:

„Die Liebe sieht nicht, sondern träumt und sinnt, drum malt man den geflügelten Amor blind.“

Wer kennt das nicht?